Freiheit und Verantwortung

»Die soziale Verantwortung von Unternehmen ist es, Gewinne zu steigern.« Milton Friedman 1970 in der New York Times. Eine zwiespältige Botschaft.

Im November werde ich zum zweiten Mal am ohfamoos-Barcamp teilnehmen. Es findet in diesem Jahr in Essen statt. Dort bin ich eingeladen, in einem Impuls-Referat über das Thema Freiheit zu sprechen. Die Aufgabe teile ich mir mit meiner Kollegin Jeannette Hagen. Elke Tonscheidt, eine der ohfamoos-Herausgeberinnen und eine frühere Kollegin hat mich eingeladen, weil sie weiß, dass für mich die Beschäftigung mit Verantwortung als Grundprinzip eine große Bedeutung besitzt. In der Vorbereitung beschäftige ich mich mit der Abgrenzung verschiedener Begriffe, die meiner Ansicht nach relevant sind, wenn wir über Freiheit und Verantwortung nachdenken und sprechen.

Freiheit ist ein zentraler Wert für uns Menschen. Freiheit wird jedoch unterschiedlich verstanden und definiert. Freiheit statt Sozialismus war beispielsweise einer der stärksten politischen Wahlkampf-Slogans in der Geschichte der CDU. Auch ökonomisch wird großer Wert gelegt auf die unternehmerische Freiheit als Triebfeder von Fortschritt und Wohlstand unserer Gesellschaft. Weiterlesen →Freiheit und Verantwortung

Der Vorteil der Geschichte von Thomas Derale

Der Klassiker von John Strelecky: The Big Five for Life. Die Geschichte von Thomas Derale
Der Klassiker von John Strelecky: The Big Five for Life. Die Geschichte von Thomas Derale
Die Feedbacks auf dieses Blog sind eine große Freude. Erst heute hat mir ein Unternehmer, den ich bei der Einführung der Thomas Derale Philosophie begleiten darf, bestätigt, wie relevant die Beiträge für ihn sind. Und dass, obwohl unser Unternehmen Derale-Consulting noch nicht sehr lange am Markt operiert und demzufolge viele Beispiele auf Erfahrungen beruhen, die aus anderen Unternehmen übertragen wurden. Was die Inhalte keineswegs entwertet. Schliesslich ist der Sinn dieses Blogs genau so wenig wie der von Derale-Consulting ein Absolutheitsanspruch: Die Vision von Thomas Derale, das Big Five for Life Konzept, ist nicht die allein selig machende Wahrheit. Darum geht es nicht. Der große Vorteil der Geschichte von Thomas Derale ist seine leichte Übertragbarkeit, die einfache Verständlichkeit einer großen Summe von Prinzipien herausragender Unternehmensführung. Im Vorspann ist ausdrücklich davon die Rede, dass dieses Konzept die verdichtete Essenz darstellt von Gesprächen mit mehr als 100 Führungspersönlichkeiten auf der ganzen Welt.
Führungspersönlichkeiten, zu denen auch James Green zählen könnte. Es ist wohl kein Zufall, dass mir heute sein Blogpost über Lektionen auf den Bildschirm kam, die James aus seiner Zusammenarbeit mit Steve Jobs gelernt hat. Weiterlesen →Der Vorteil der Geschichte von Thomas Derale

Führungsstark, nicht unverwundbar

Siegfried trinkt das Drachenblut, Arthur Rackham, 1911

Die Wirtschaft steht – wie auch die Politik – vor großen Herausforderungen. „Weiter so“ ist keine Lösung. Schon allein der globale Wettbewerb zwingt zu der Erkenntnis, dass die Rezepte der Vergangenheit für morgen nicht mehr taugen. Sowohl mikro- als auch makroökonomisch ist eine Grenze erreicht, die nahelegt, dass ein „Höher, Schneller, Weiter“ wenn schon nicht ersetzt, so doch zumindest neu definiert gehört. Was ist der Erfolg, den sich Unternehmen und Volkswirtschaften wünschen angesichts von Herausforderungen wie Demografischer Wandel, Klimaveränderung oder Währungs- und Finanzkrise? Und wie müssen Führungspersönlichkeiten ausgestattet sein, die die Menschen in ihrem Verantwortungsbereich glaubwürdig und erfolgreich an den Herausforderungen vorbei und durch die Krisen hindurch führen? Bisheriges Credo: sie müssen nicht nur gut ausgebildet, sondern auch stark sein. Mehr und mehr setzt sich jedoch die Erkenntnis durch, dass diese Stärke nicht aus Unverwundbarkeit besteht, sondern aus dem genauen Gegenteil: starke Führungspersönlichkeiten sind verwundbar und haben kein Problem damit, das zu zeigen.

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